Druckdaten richtig anlegen: die Checkliste
Druck · 26. September 2026
Fehlerhafte Druckdaten sind einer der häufigsten Gründe für Verzögerungen und Nachdrucke. Mit dieser Checkliste vermeiden Sie die typischen Probleme. Die genauen Vorgaben können sich je nach Druckerei unterscheiden, prüfen Sie daher immer deren Datenblatt.
1. Beschnitt
Farben und Bilder, die bis zum Rand laufen, brauchen eine Beschnittzugabe, meist 3 mm an jeder Seite. Sie verhindert weiße Ränder, wenn beim Schneiden minimale Abweichungen auftreten. Legen Sie das Dokument in Endformat plus Beschnitt an.
2. Sicherheitsabstand
Wichtige Inhalte wie Text und Logos sollten mindestens 3 bis 5 mm vom Rand des Endformats entfernt liegen. So werden sie nicht versehentlich angeschnitten.
3. Farbmodus
Gedruckt wird in CMYK, Bildschirme arbeiten mit RGB. Legen Sie Druckdaten deshalb in CMYK an oder wandeln Sie sie rechtzeitig um. Reine RGB-Farben, besonders leuchtende Töne, wirken gedruckt oft matter. Für Sonderfarben wie Pantone sprechen Sie die Druckerei an.
4. Auflösung
Bilder sollten im Endformat mindestens 300 dpi haben. Bilder aus dem Web haben meist nur 72 dpi und wirken gedruckt unscharf. Größer skalieren verbessert die Qualität nicht.
5. Schriften
Betten Sie Schriften im PDF ein oder wandeln Sie sie in Pfade um, damit nichts durch Ersatzschriften verändert wird. Achten Sie außerdem auf die Lizenz: Nicht jede Schrift darf im Druck verwendet werden.
6. Dateiformat
Am zuverlässigsten ist ein druckfähiges PDF, häufig nach dem Standard PDF/X. Exportieren Sie Ihre Daten als eine Datei mit allen Seiten in der richtigen Reihenfolge.
7. Schwarz und Details
Schwarzer Text sollte reines Schwarz sein und nicht aus vier Farben gemischt. Sehr feine Linien unter etwa 0,25 pt können im Druck verschwinden.
Kurz gefasst
Endformat plus 3 mm Beschnitt, wichtige Inhalte mit Sicherheitsabstand, CMYK, 300 dpi und eingebettete Schriften: Damit sind die häufigsten Fehler ausgeschlossen. Im Zweifel lohnt sich vor dem Druck ein kurzer Blick in das Datenblatt der Druckerei.